Coppélia
Ballett in zwei Akten (drei Bildern) von Léo Delibes
Libretto von Charles Nuitter und Arthur Saint-Léon
 
Musikalische Leitung: Joseph R. Olefirowicz
Choreographie und Inszenierung:
Sergej Bolan
Bühnenbild: Ronald Winter
Kostüme: Elisabeth Stolze-Bley

Premiere am 07. 10. 2005

Mit „Coppélia“ erfüllt sich die Ballettkompanie gleich drei Wünsche. Erstens ist dieses romantische Werk, das 1870 nach der Erzählung „Der Sandmann“ von E.T.A. Hoffmann entstand, eines der bekanntesten klassischen Ballette überhaupt, und jeder Tänzer möchte einmal darin getanzt haben. Zum Zweiten nimmt sich das Ballett des ewigen Wunschtraums der Menschheit an, künstlich Menschen erschaffen zu können. Und drittens – schließlich – kommt mit „Coppélia“ endlich ein großes Ballett mit Orchesterbegleitung auf die Nordhäuser Bühne.
Der Puppenmechaniker Coppelius ist ein Sonderling. Von seinem Tun scheint Gefahr auszugehen. Franz liebt Swanilda, doch seit Franz am Fenster des Mechanikers Coppélia gesehen hat, ist sich Swanilda seiner Liebe nicht mehr sicher. Sie entdeckt, was Franz noch nicht weiß: Sie muss mit einem künstlichen Geschöpf, einer Puppe, konkurrieren! Doch auch für Franz ist das nicht ungefährlich, denn als er sich heimlich der schönen Coppélia nähert, versucht Coppelius, seiner mechanischen Schöpfung Franz’ Seele einzuhauchen...
Der Komponist Léo Delibes war der größte Ballettkomponist in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Selbst Tschaikowsky zog den Hut vor seinem Können. Die „Coppélia“-Musik ist außerordentlich populär geworden, gehen doch Nummern wie die Mazurka der jungen Leute, der Csárdás der Burschen oder der Stundenwalzer direkt ins Ohr.
Mit Sergej Bolan verpflichtete das Theater einen Gastchoreographen, dem das klassische Ballett in seiner Heimat beinahe in die Wiege gelegt wurde. Der Künstler stammt aus Kiew, wo er nach der Ausbildung ans Akademische Staatstheater engagiert wurde. Seitdem sind 20 Jahre vergangen, in denen er als 1. Solist, Ballettmeister und Choreograph seine Kunst u.a. in Ljubljana, Rijeka, Hannover, Essen und Kassel vervollkommnete. Seit April 2002 ist Sergej Bolan Ballettmeister des Leipziger Balletts.

Produktionsfotos