DANCING & ROMANCING
(Uraufführung)
Ballett von Mark McClain
zu Jazzmusik des 20. Jahrhunderts


Choreographie:
Mark McClain
Bühnenbild:
Frank Olle
Kostüme: Elisabeth Stolze-Bley

Premiere am 09. 03. 2007

Der Choreograph, den es nach den ersten 13 Lebensjahren des Balletts wegen aus seiner amerikanischen Heimat nach Deutschland zog – an die Schule von John Cranko nach Stuttgart – hat für Nordhausen einen Abend geschaffen, der sich ganz elementaren Handlungen zuwendet. Mark McClain beschreibt sie als „Wining, dining, dancing, romancing“.
Nachdem er sich mit den Tänzern zunächst dem Essen und Trinken und den dabei möglichen kleinen Geschichten widmet, die passieren können, nimmt das „Dancing“ einen besonders großen Platz ein. Vielleicht wird man sich gar an einen Tanzmarathon erinnert fühlen, wie sie nach der Weltwirtschaftskrise in den dreißiger Jahren aufkamen.
Mark McClain hat für seinen Ballettabend Jazzmusik des gesamten 20. Jahrhunderts gehört und will sich in der Auswahl bewusst auf keine bestimmte Zeit beschränken. Es ist geplant, Musik von Komponisten wie Charlie Parker, Thelonius Monk, Cole Porter, Tom Waits, Vince Guaraldi, Duke Ellington und Count Basie erklingen zu lassen. Um den ewigen Geschlechterkampf darzustellen, auch im „romancing“ benannten Teil des Ballettabends, nutzt der Choreograph neben dem Tanz gerade die Vielfalt der Jazzmusik.
McClain, der als Tänzer in New York bei Balanchine begann und schließlich bei Cranko als Solist im Stuttgarter Ballett, aber auch in Gastrollen bei Béjart tanzte, weiß, was er mit seiner neuen Ballettkreation will. Er, der seinen Mitstudenten Uwe Scholz in dessen ersten beiden Jahren als Choreograph nach Zürich begleitete, zielt aufs Publikum. So hat es McClain mit allen Choreographien gehalten, ob bei den ersten in Stuttgart, später in Braunschweig, als Ballettdirektor in Mannheim oder jetzt freischaffend auf internationalem Parkett: Das Publikum soll zum Verständnis des Balletts nicht im Programmheft blättern müssen, sondern den kleinen Geschichten, die meistens mit Happyend schließen, interessiert folgen. Es soll sich inspirieren lassen, in heiterer Stimmung selbst zu tanzen, sich den Themen des Abends hinzugeben, „wining, dining, dancing, romancing“.

Produktionsfotos